10jähriges Bestehen d. Vereins
Die Interessengemeinschaft Bergbau und Mineralien Olbernhau und Umgebung e.V. besteht seit 1996. Sie verfolgt das Ziel, den vergessenen Bergbau in und um Olbernhau durch Forschung wieder zu beleben und den ersten Schürfungen auf den Grund zu gehen.
Von Bedeutung für die IG waren bisher eine Grube im Rungstocktal, die vom Verein in Zusammenarbeit mit der Stadt Olbernhau soweit saniert wurde, dass sie als Winterquartier für Fledermäuse dem Naturschutzbund übergeben werden konnte. Ferner wurde der Hauboldstollen, der sich ebenfalls im Rungstocktal befindet, teilsaniert. Dieser befindet sich heute in Privatbesitz.
Im Zuge der Auswertung von historischen Bergbauakten und Karten fand der Verein heraus, dass es am Gründelbach, unweit der alten Schäferei, verschüttete Bergbauhinterlassenschaften gibt. Man konzentrierte sich auf den "Gnade-Gottes-Erbstollen" (1714).
Gnade Gottes Ebstollen (1714 - 2000)
|
Zentren wie Annaberg, Schneeberg und Marienberg ins Blickfeld des herrschenden Feudaladels gerückt. Für den Markgrafen Otto von Meißen war es der Anlaß, sich verstärkt dem Bergbau zu widmen. Hier ging es um Reichtum und Macht. Die Ausbeute war gewaltig. Die Schatzbildung führte zu einem raschen Aufschwung der Produktivkräfte. Die Silbererzproduktion war das letzte treibende Moment, das Deutschland 1470 - 1530 ökonomisch an die Spitze Europas stellte. |
Hüttengelände, Olbernhau-Grünthal
Die Verarbeitung von Eisenerzen führte im Bereich von Olbernhau zur Errichtung von Rohrschmieden im Rungstocktal. Die daraus entstehende Gewehrindustrie erlangte eine solche Güte, dass in Olbernhau Gewehre für die sächsische Armee gefertigt wurden.
|
|



